Über Niemprodukte

Niemprodukte von "FAMA" - Dominikanische Republik.
Die Stiftung Landwirtschaft und Umwelt (in spanisch: Fundación Agricultura y Medio Ambiente - FAMA) ist in der Dominikanischen Republik ansässig und seit 1995 eine offiziell anerkannt gemeinnützige Institution.

FAMA arbeitet mit Kleinbauern und Frauen, die besonders stark von den Problemen der tropischen Landwirtschaft betroffen sind und die ökonomische Krise der ländlichen Region in der Dominikanischen Republik leben müssen. Um dieser Realität zu begegnen, sucht FAMA nach Methoden und Strategien, die den Lebensstandard der ländlichen Bevölkerung verbessern.

Das Einflussgebiet der Stiftung liegt im Südwesten der Dominikanischen Republik. Diese Zone zeichnet sich in erster Linie durch ganzjährige Trockenheit aus, mit einem jährlichen Niederschlag zwischen 500 und 800 mm. Der natürliche Bewuchs - "Subtropischer Trockenwald" - ist durch die intensive Nutzung stark reduziert worden. Wegen des fehlenden Wassers und der schlechten Bearbeitungspraktiken sind die Erträge in der Landwirtschaft gering und ständig gefährdet.
Umweltschutz 
• Aufforstungsprojekte dörflicher Gebiete 
• Umweltausbildung in ländlichen Schulen 
Angepasster Landbau 
• Förderung einer ökologisch angepassten und ökonomisch selbsttragenden Landwirtschaft 
Niemprogramm 
• Technische Ausbildung im latein- amerikanischen und karibischen Raum im Bereich Anwendung von Nieminsektiziden in der Pflanzenproduktion 
• Aufbau und Unterstützung von ländlichen Sammel- und Verarbeitungszentren 
• Produktion von 16 verschiedenen Niemprodukten zur Selbstfinanzierung der Stiftungsaktivitäten 
Niem.
 Der tropische Niembaum kommt ursprünglich aus Indien und den angrenzenden Nachbarstaaten. Sein botanischer Name "Azadirachta indica" kommt aus dem Persischen und heißt übersetzt soviel wie "der freie Baum Indiens". Der zur Familie der Meliaceae gehörende Baum wird von vielen Schadinsekten und Parasiten gemieden - ein Baum vor dem Haus hält die Malariafliege fern und sogar die sonst alles kahlfressenden, verheerenden Heuschreckenschwärme machen einen Bogen um ihn. Bislang ist keine andere Pflanze bekannt, die so viele nutzbringende Stoffe produziert wie der Niembaum. So verwundert es auch nicht, dass Niem oder Neem, wie man es im englischen schreibt, in der traditionellen Ayurveda-Heilkunde eine Schlüsselrolle spielt. In jahrtausendealten Sanskrit-Schriften wird der Niembaum als ein Geschenk des Himmels bezeichnet, denn sein Holz, die Rinde, Äste, Blätter und seine Samen besitzen wertvolle, einzigartige Inhaltsstoffe, die bis heute genutzt werden. Auch Mahatma Gandhi soll sich dieser faszinierenden "Dorfapotheke" bedient und täglich eine Tasse Niemblättertee getrunken haben, um sein Immunsystem zu stärken. In der gegenwärtigen Literatur finden sich zahlreiche Hinweise auf antibakerielle, antifungizide, entzündungshemmende, fiebersenkende und schmerzlindernde Eigenschaften von Niem. Diverse niemhaltige Naturkosmetika und Körperpflegeprodukte wie Seifen, Lotionen, Zahnpasten oder Mückenschutzcremes, zeugen von der zunehmenden Wertschätzung und dem Vertrauen, welches diesem Tausendsassa entgegengebracht wird.
Niem dient der Wiedererlangung der natürlichen Balance menschlicher, tierischer und pflanzlicher Organismen. 
In den Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas wird Niem gegen Parasiten bei Haustieren, wie Zecken, Läusen, Flöhen oder Darmparasiten angewandt. In der Landwirtschaft und im Gartenbau ist es die universal pflanzenkräftigende und krankheitsabwehrende Wirkung von Niem, welche viele Kulturen nutzen. So verwenden indische Bauern gemahlene Niemsamen oder Niempresskuchen nicht nur zur Anreicherung des Bodens, sondern auch zur Vertreibung und Abwehr von Schadinsekten wie Raupen, Käferlarven, Heuschrecken, Zikaden, Blattminierern, Blattläusen und Wanzen. Sie stellen dazu einen Wasserextrakt her, indem sie die gemahlenen Niemsamen bzw. den Presskuchen in Wasser verrühren und die Mischung einige Stunden ziehen lassen. Nach Absieben der groben Bestandteile besprühen oder begießen sie mit dem Wasserextrakt die Pflanzen. Gemahlene Niemsamen werden auch als Streupulver verwendet um Schnecken fernzuhalten, man streut sie direkt auf das Gemüsebeet bzw. um die Pflanzen. Zahlreiche Wissenschaftler, unter ihnen Prof. Schmutterer, langjähriger Institutsleiter an der Universität Giessen, haben die Wirksamkeit dieser selbsthergestellten Hausmittel nachgewiesen. Niemprodukte gelten zudem als nützlingsschonend. Im ökologischen Landbau ist die Verwendung von selbsthergestellten Niemextrakten zur Insektenvertilgung bei Pflanzen zulässig.

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